Die Heidelercheein vom Aussterben bedrohter Holledauer
Handlungsempfehlungen und Förderleitfaden für Hopfenbauern, Landwirte und Grundeigentümer

Waldränder

Sitz- und Singwarte

Waldränder werden von der Heidelerche nur genutzt, wenn sie locker und licht aufgebaut sind. Zudem sollten Bäume mit ausladenden Ästen als Sitz- und Singwarte vorhanden sein. Eine „grüne Wand“ aus Fichten ist für die Heidelerche ungeeignet.

Durch die Entnahme von Fichten und durch die Auflichtung geschlossener Strauchbestände kann ein lichter und buchtiger, strukturreicher Waldrand geschaffen werden. Besonders günstige Waldränder entstehen, wenn ältere Kiefern und auch Laubbäume als Überhälter belassen werden.

Vertragsnaturschutzprogramm im Wald

Durch die Schaffung lichter Waldstrukturen können sonnige Wälder auf sandigen Böden für die Heidelerche optimiert werden (Maßnahme Nr. 2.3.2 – VNP Wald).

Es gelten folgende Verpflichtungen:

  • Vereinbarung mit 5-jähriger Laufzeit
  • vollständiger Nutzungsverzicht
  • Entnahme von Gehölzen gemäß naturschutzfachlichem Konzept

Die Förderhöhe beträgt 255 €/ha und Jahr. Die Antragstellung erfolgt beim AELF, wobei zunächst die untere Naturschutzbehörde zu kontaktieren ist.

Extensive Grünlandnutzung entlang von Waldrändern

Entlang von Waldrändern kann eine der Heidelerche und anderen Wildtieren zuträgliche extensive Grünlandnutzung über das KULAP (Maßnahmennummer B41) gefördert werden. Dabei ist zu beachten:

  • Nutzung nur nach dem 1.7. und vor dem 15.11.
  • Die Fläche muss unmittelbar an den Wald angrenzen.
  • einzelflächenbezogene Förderung je Betrieb: max. 3,00 ha
  • Mindestgröße des jeweiligen Feldstücks: 0,2 ha

Ob eine Antragstellung möglich ist, ist beim zuständigen AELF zu erfragen.

Alternativ können kleinere, gezielte Waldrandauflichtungen als spezielle Artenhilfsmaßnahmen auch über die Landschaftspflege- und Naturpark-Richtlinie gefördert werden. In diesem Falle ist eine enge Abstimmung mit dem Landratsamt, dem Projektmanager und dem Forstamt erforderlich.

 

Foto: FNL